TuS Meersburg - Abteilung Turnen

„Alles nur geträumt?“ – Zirkusluft im Sommertal

Wie jedes Jahr, seit nun schon 14 Jahren, geht mit der Abschlussvorstellung vor den Sommerferien das Zirkusjahr für den Kinder- und Jugendzirkus des TuS Meersburg MEEROLINO zu Ende. Die 40 jungen Artisten gaben „Träumen und Träumereien“ Gestalt. Um in die richtige Traumstimmung zu kommen, sang die „Zirkusdirektorin“ Ina Best, begleitet von Iris Häußler am Klavier das zauberhafte Schlaflied von Frederik Vahle „Schlaf Anne, schlaf nur ein“. Mithilfe von Schattenspielen vor einer großen Leinwand wurden die Träume jeweils angedeutet, bevor sie in der liebevoll dekorierten „Turnhallenmanege“ Gestalt annahmen: mal wirbelten die Minis (1. + 2. Klasse) als Zwerge mit Schneewittchen zum um getexteten Lied von Otto über Bänke und Kästen, mal zeigten sie als „Riesen“ Sicherheit und Furchtlosigkeit beim Hochstelzen-gehen. Auf den großen 70 cm-Laufkugeln hatten sich die Freundinnen Ida, Isabel und Kim ein kleines Programm ausgedacht und sechs weitere „Minis“ gaben ihrer Leidenschaft für das Schwingen an den Klettertauen als „Äffchen“ Ausdruck.  Gleich sechs Trapeze waren beim „Piratentreffen“ im Einsatz, an dem sich die als schwarze Piraten verkleideten Akteure der „Minis“ und „Maxis“ (3./4./5. Klasse) gegenseitig mit Tricks an den Trapezen zu übertrumpfen suchten, bevor sie mit Partnerübungen zeigten, dass Piraten teamfähig sind…

12 „Glockenschläge“ deuteten die Geisterstunde an: Akteure der „Maxis“ flitzen als kleine „Einrad-Geister“ durch unsere Hallenmanege, mal allein, mal zu zweit. Weitere „Maxis“ zeigten als kleine Fledermäuse Künste, die sie bei ihren „Fledermaus-Mamas“ Nicola Geßler und Lydia Häring an den Vertikaltüchern gelernt hatten– einem Gerät, dass Kraft, Beweglichkeit, Mut und eine gewisse Leidensfähigkeit abverlangt, denn die „Fußfesseln“ und Abfaller sind nicht immer angenehm.

Die Viertklässlerinnen Marie, Annika und Johanna hatten sich gefunden und zeigten ein sportliches Programm auf den Laufkugeln mit Sprüngen von Kugel zu Kugel, während die elfjährigen Eva und Rebecca dieses Gerät tänzerischer mit südamerikanischer Note präsentierten. Stelzengeher der Maxis mit Hochstelzen von bis zu 80 cm Höhe waren als Putzfrauen und Hausmeister unterwegs, bevor sie Emma clownesk von ihrem „Ohrwurm“ befreiten.

Eine seit einem halben Jahr bestehende neue Gruppe, die sich zur Bodenakrobatik ab 18:30 Uhr trifft, besteht aus Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die eine Pyramidennummer unter schwierigen Bedingungen einstudiert hatte: „Neue Bauwerke für den Pharao“ gab es zu sehen, begleitet von Iris Häußler an der Djembe-Trommel.

Die beiden Ältesten an diesem Nachmittag, Ina und Isabelle, hatten sich im Vorfeld einige Male getroffen, um eine Jongliernummer mit Keulen zu proben und eine Lanze auch für die Jonglierkünste zu brechen. Die Clownin Lucile, deren Luftballon zerplatzt war, wagte sich ganz allein in die Manege und konnte mit Seifenblasen getröstet werden bevor die Einrad Fahrerinnen uns auf eine schnelle Etappe der „Tour de France“ mitnahmen: gekonnt flitzen die älteren Akteure in Rennfahrer-Manier durch die Hallenmanege.

Das „Große Finale“ aller Akteure durfte nicht fehlen: diesmal als Farbentanz mit Luftballons und Tüchern.

Ohne die Hilfe von Eltern – besonders bei den Minis – und unseren 2 Jugend Übungsleiter „Zirkus“, Nicola und Lydia, wäre das Training der verschiedenen Zirkusdisziplinen nicht möglich gewesen. Nicola und Lydia verlassen nun nach 11 Jahren den „Meerolino“ und widmen sich nach bestandenem Abitur ihrer weiteren Ausbildung – alles Gute euch beiden!

Ich vertraue darauf, dass sich auch für das künftige Zirkusjahr Helfer finden werden, vielleicht auch wieder Interessenten für eine Jugend-Übungsleiter oder Übungsleiterausbildung – gerne kann man mich kontaktieren, unter Ina Best 07532/5860.